Die Inhalte dieses Magazins entstehen von Menschen für Menschen – ein Satz, der im einundzwanzigsten Jahrhundert, da kaum ein Gespräch mehr ohne das Kürzel „KI" auskommt, beinahe schon wieder programmatisch klingt. Uns ist daran gelegen, den klanglichen Eindruck eines Gerätes, einer Pressung, eines Abends mit der Nadel in der Rille so wiederzugeben, wie unser eigenes Ohr ihn gehört hat: ungefiltert, unbestochen, unverwechselbar menschlich. Superlative, die man bei uns liest, haben ein Trommelfell durchlaufen, kein Sprachmodell.
Das bewahrt uns freilich nicht vor Pragmatismus. Auch wir bedienen uns, mit Bedacht und ohne falsche Scham, Künstlicher Intelligenz zur Recherche – denn sie fördert im Dickicht des Internets bisweilen genau jenes Detail zutage, für dessen eigenhändige Suche im redaktionellen Alltag schlicht die Zeit fehlt. Man könnte es Arbeitsteilung nennen: Die Maschine gräbt, wir hören und schreiben.